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Ritter aus Leidenschaft - He will rock you!
Ritterfilm mit Rocksoundtrack: anachronistischer Spaß von Brian Helgeland, dem ziemlich bald der Zunder ausgeht.


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Eine Kritik von Christoph Huber

Nur als Vorbereitung auf den endgültigen Weltuntergang (was die Populärkultur betrifft) bei "Moulin Rouge " anzuraten (dort macht man das Gleiche, will aber nicht zugeben, dass es nur eine kindische Marketing-Idee ist): Brian Helgeland erweist sich bei seinem zweiten Projekt nach "Payback " leider als völlig unfähiger Regisseur. Was einigermaßen witzig als anachronistischer Ritterspaß nach Formel (moderne Frisuren und Sprache, Publikum gröhlt beim Duell „We Will Rock You“ mit, Waffenschmiedin ritzt Nike-Zeichen in ihre Uniform, Poet Geoffrey Chaucer, dem sich der Originaltitel A Knight´s Tale verdankt, fungiert als WWF-Ansager) beginnt, säuft bald in der Einfallslosigkeit der Inszenierung ab. Prinzipiell könnte man nämlich bei einem Film, dessen halbe Laufzeit aus Lanzengängen besteht, gar nichts falsch machen – wenn man auf die Idee kommen würde, vielleicht nicht jeden Lanzengang absolut identisch zu filmen. So wirkt das ganze dann wie eine Fernsehübertragung aus dem Mittelalter (kein optisch spannender Sport: man sollte eher an Tennis oder Formel I denken), was eigentlich Sinn und Zweck dieser Sache ist: man will ja schließlich den Teenies die Minne verkaufen. Darum wird in der zweiten Hälfte dann auch noch ein wenig auf Ernst gemacht, was angesichts der bemühten Halblustigkeit dieser ganzen Affäre eher als Schuss in den Ofen zu werten ist. Rufus Sewell immerhin beweist souverän, dass er noch immer ganz vorn im Rennen um den schlechtesten lebenden Schauspieler dabei ist (da müssen sich Ben Affleck und Joaquin Phoenix schnell wieder was einfallen lassen) – sein tönerner Schaubuden-Schurke fällt in der allgemeinen Farblosigkeit der Besetzung aber nicht einmal besonders auf.