New York, 1876: Der unkonventionelle und wissenschaftlich interessierte britische Herzog Leopold Mountbatten (
Hugh Jackman) wohnt der Eröffnung der Brooklyn Bridge bei – als ihm ein fremdartig gekleideter Mann in der Menge auffällt. Da Leopold an diesem Abend auf Wunsch seines Onkels eine möglichst reiche Braut erwählen soll und er darauf ohnehin wenig Lust hat, folgt er dem Fremden – über die Brooklyn Bridge durch einen Riss in der Zeit ins New York des Jahres 2002. Der geheimnisvolle Fremde, Stuart (
Liev Schreiber), hat hier eine Ex-Freundin namens Kate McKay (
Meg Ryan). Die ist Marktforscherin, naturgemäss neugierig und nicht gerade auf den Mund gefallen – und findet am ansehnlichen und guterzogenen Leopold bald Gefallen. Auch er ist angetan von dieser Karrierefrau, die so ganz anders ist als die reichen Hühner, unter denen er seine Zukünftige finden soll. Mit Kate und ihrem Bruder Charlie entdeckt Leopold die Freuden und Hemmnisse der Moderne, doch um das Raum-Zeit-Kontinuum nicht durcheinander zu bringen (oder so), muss Start Leopold rechtzeitig wieder zurückbringen - an jenen Abend, an dem er sich verloben muss. Glücklicherweise haben die Drehbuchautoren auch für diese verzwickte Situation einen Ausweg erfunden...
„Eh lieb“ ist so ziemlich das Schlimmste, was man über jemanden sagen kann.
„Naja, sie ist eh lieb“ – das impliziert unter Umständen folgendes: Sie hat vorstehende Zähne, ist ungepflegt, grenzenlos dumm, ungeschickt und unsympathisch, und sie ist sogar zu naiv, um wirklich boshaft zu sein. Aber sonst ist sie eh lieb.
Ähnlich ist es mit diesem Film – eh lieb. Meg Ryan hat als burschikos-niedliches Hascherl ausgedient. Sie hat mittlerweile ein Gesicht, das im ernsteren Fach besser aufgehoben wäre.
James Mangold hat sich mit dieser Klamaukromanze, scheints, etwas vertan - nach Filmen wie
Copland, der
Sylvester Stallone zum Schauspieler machen sollte, und
"Durchgeknallt", in dem sich
Angelina Jolie einen Oscar erspielte, hat er hier zugegebenermaßen kommerziellen Erfolg, aber womit?
Das gesamte Drehbuch ist eine eher alberne Ansammlung von oft gesehenen Versatzstücken - jedes Missgeschick, das Leopold im modernen New York zustößt, ist vorprogrammiert. Ebenso wenig erstaunt Kates Reaktion auf seine
gepflegten Umgangsformen (auch nicht gar so sehr anders als die eines heutigen durchschnittlichen Mitteleuropäers, der sich zusammenreißt) – der Mann isst mit Messer UND Gabel? Jaistdasdenndiemöglichkeit...
Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen, endet hier aber mit dem Fazit: Nett. Nicht anstrengend. Stellenweise tödlich langweilig. Lichtblick:
Breckin Meyer als Kates charmant-hanswurstiger Bruder (musste sie denn Leopold
nehmen? Konnte das nicht familienintern geregelt werden?).
Einer dieser Filme, die für das Knutschen in der letzten Reihe prädestiniert
sind – man wird den Faden kaum verlieren können.