Kaum aus dem Gefängnis entlassen, plant Danny Ocean (
George Clooney) schon den nächsten Coup: gemeinsam mit zehn Komplizen, darunter sein alter Kumpel Dusty Ryan (
Brad Pitt), möchte er drei der größten Casinos in Las Vegas ausrauben. Was seine Mitstreiter zu Beginn nicht wissen: Der Besitzer dieser Casinos, Terrence Benedict (
Andy Garcia), hat ein Auge auf Dannys Ex-Frau Tess (
Julia Roberts) geworfen...
Coole Typen, coole Musik, coole Story –
Steven Soderbergh führt uns in seinem neuen Film in die Welt der Casinos, Boxkämpfe und Hunderennen. Jener Mann, der letztes Jahr mit seinen Filmen
"Traffic" und
Erin Brokovich hochbrisante Themen behandelte, beschert uns mit
Oceans Eleven ein Werk der eher harmlosen Sorte.
Cool ist vor allem
George Clooney mit seinem minimalistischen Ausdruck: Er braucht nur einen Mundwinkel hochzuziehen und die Welt liegt ihm zu Füßen. Der Rest der Star-Besetzung, allen voran
Julia Roberts,
Brad Pitt und
Matt Damon, hat eher wenig zu melden, einzig Andy Garcia überzeugt als schleimiger Kotzbrocken und Besitzer der ausgeraubten Casinos. Immerhin besitzen die Gentlemangauner in
Oceans Eleven neben viel Coolness und easy going-Style auch noch eine technische Ausstattung, die jedes Heer dieser Welt vor Neid erblassen ließe.
George Clooney und
Brad Pitt auf den Spuren von
Frank Sinatra und
Dean Martin – hier einen Vergleich zu ziehen würde die Darsteller dieses Films blass aussehen lassen. Deswegen sieht
Soderbergh seine Neuverfilmung des Rat Pack-Klassikers
Frankie und seine Spießgesellen auch lieber als Hommage denn als Remake. Was dem Original an Drehbuch mangelte, machte es durch Atmosphäre und die reine Präsenz seiner Hauptdarsteller wieder wett; die Neuverfilmung kann mit keinem dieser Attribute wirklich punkten.
Die Story ist flach: irgendwie läuft bei dem Coup alles viel zu glatt ab, irgendwie sind die Dialoge nichtssagend, zwischendurch zieht sich der Film in die Länge. Und Steven Soderbergh neigt leider am Ende seiner Filme immer noch zu unangebrachtem Kitsch – gemeint ist die Schlussszene am Hochstrahlbrunnen.
Steven Soderbergh sagt über seinen Film: „
Oceans Eleven erweist einer vergangenen Epoche der Filmgeschichte Reverenz. Ich wollte leichte Unterhaltung bieten.“
Das ist ihm vielleicht ein bisschen zu gut gelungen.