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Waking Life
Junger Mann träumt die ganze Zeit und versucht aufzuwachen. Dabei hört er Alltagsmonologen diverser Typen zu und fliegt durch die Gegend. Was nicht nur für ihn eine mühsame Angelegenheit ist.
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Linklaters Rückkehr zu den Wurzeln als Independent-Filmer manifestiert sich hauptsächlich in der Optik. Das Motto lautet: Photoshop goes Film. Rotoskopie heißt das Zauberwort, mit dem Realfilmvorlagen in comicartige Bilder verwandelt werden, deren Unruhe hier wie ein pupertierendes Lehrstück auf Seekrankheit wirkt. Hat ja schon bei der Erstverfilmung von Der Herr der Ringe nicht gewirkt. Dabei setzt der angebliche Independent Filmer noch auf eines der verdammenswertesten Prinzipien Hollywoods der letzten Jahre: die Typisierung von Alltagscharakteren zu comichaften eindimensionalen "Rollen ". Was aber in Holzschnittkomödien und Rührstücken noch halbwegs zur Unterhaltung beitragen mag, wirkt hier nur fehl am Platz. Das Publikum ist daher unsicher, ob es sich um eine Persiflage handelt (dazu ist es eigentlich definitiv zu unlustig) oder eine ernstgemeinte Meditation über Alltagsphilosophie (Hey, weißt du die letzten Worte Kierkegaards?) in bunten Bildern, und macht deplazierte Lachversuche, die genauso in die Hose gehen wie der Film. Wenn solche Filme als "independent " akzeptiert werden und in Wirklichkeit die Mechanismen von Industriefilmen nachäffen, ist es an der Zeit alle Bezeichnungen wie "independent ", "Kult " oder gar "Trash " als nur zur Verführung unschuldiger Kinogänger erfundene Worthülsen zu brandmarken.
Was es noch gibt: Pseudophilosopisches Blabla zum Abwinken und ein paar mit dem Regisseur befreundete Stars.
FAZIT: Definitiv langweilig ohne im geringsten innovativ, unterhaltsam oder gar bedeutungsschwer zu sein. (Fast nicht mehr) erträglich.
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