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House of Bamboo
Gangsterfilm-Großtat von Sam Fuller: ein Kartell von amerikanischen Verbrechern arbeitet im Nachkriegsjapan.


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Eine Kritik von Christoph Huber

Ein tödlicher Zugüberfall bringt den Ermittler Robert Stack auf die Spur eines von Robert Ryan geleiteten Gangstersyndikats aus Ex-Gis, das in Japan arbeitet. Mit seiner stellenweise lückenhaften Story nicht eben der am dichtesten gebaute Film von art brut-Meister Fuller, aber in seiner Vorahnung späterer Genretrends (Ryans Organisation mit ihrer außergewöhnlichen Wertschätzung für Loyalität und Treue ist die erste Vision vom Aufstieg des amerikanisch/europäischen Gangsters als Zen-Samurai, die Erben reichen von Le samourai bis Ghost Dog) und vor allem in seiner unvergleichlichen Nutzung der Breitwand ein unnahbares Meisterwerk. Fuller baut seine mise en scéne aus sparsamen, an japanischer Architektur orientierten, symmetrischen Kompositionen, die dann von Wellen überschwappender Gewalt (ganz amerikanisch, wie auch das Ende des Schurken am optisch höchsten Punkt) durchbrochen werden, was eine überwältigende Dynamik erzeugt: Der Wucht von Ryans erstem Auftritt, einem explosive Sichtbarwerden hinter einer durchbrochenen Trennwand, haben wenige Szenen des modernen Kinos etwas vergleichbares entgegenzusetzen.