Donald P. Sinclair (
John Cleese) ist einer der großen Macher in Las Vegas. Es ist jedoch ein hartes Geschäft, die zahlungskräftigen Mogule in seinen Schuppen zu lotsen, und so denkt sich der exzentrische Geschäftsmann etwas Neues aus. Er deponiert in einem kleinen Kaff in New Mexico 2 Millionen Dollar und gibt zufällig gewählten Leuten in seinem Casino die Möglichkeit, sich dieses Geld anzueignen. Wer zuerst das Schließfach öffnet, hat gewonnen. Alles ist erlaubt in diesem Rennen, und Regeln gibt es natürlich keine. Damit beginnt die große Jagd nach dem Zaster.
Und hier ein weiteres Remake, das die Welt nicht braucht.
"Rat Race", nach dem Film
It’s a mad mad mad mad world mit
Spencer Tracy, in dem viele verschiedene Charaktere auf Schatzsuche gehen, ist auf jeder Linie eine totale Enttäuschung.
Jerry Zucker, einer der Köpfe hinter der
Nackten Kanone und anderen genialen Persiflagen, lässt diese Komödie zu einem unwitzigen Aufmarsch von Schauspielern verkommen, die glauben, extremer Slapstick ist gleich extrem viel Spaß. Glaubt man, dass
nur Rowan Atkinson als Italiener Enrico 112 Minuten lang nervt, so liegt man falsch. Jeder überspielt seinen Part um das 100fache, wodurch der schlimme Beigeschmack des Brechstangenhumors um selbige Zahl vervielfacht wird.
Schon die Anfangstitel zaubern einem dieses gequälte Lächeln aufs Gesicht, bei dem nach 10 Minuten ein hübscher Gesichtskrampf blüht. Jeder Witz ist voraussehbar und jeder Charakter nervt bis aufs Letzte. Ganz vorne natürlich oben genannter
Rowan Atkinson, der den Begriff „Übertreibung“ in neue Sphären katapultiert. Da können auch Legenden wie
Whoopi Goldberg oder ein sichtlich gut gelaunter
John Cleese sowie einige Cameos nicht retten, was das Skript und der Regisseur verbockt haben. Bezeichnend für den ganzen Film ist ironischerweise sein bester Witz.
John Lovitz als jüdischer Familienvater kracht mit Hitlers Nazimobil in die Veteranenfeier von WWII und hält, noch halb benommen vom Aufprall und mit tauber Zunge sowie Bärtchen, eine kleine Rede. Dieser Witz wird 5 Minuten zuvor schon in all seinen Feinheiten angekündigt. Wenn er dann wirklich passiert, kann es nur Lovitz verdankt werden, dass man trotzdem ein bisschen zum Schmunzeln kommt.
Der Rest aber ist unterste und peinlichste Komödienschublade, die keinen Hund hinter dem Ofen hervor zu locken vermag. Eigenartig ist aber, dass sich fast der ganze Kinosaal vor Lachen gebogen hat. Scheinbar sind die Zeiten so hart, dass die Leute jeden Müll witzig finden.
Fazit: Völlig missglücktes Remake eines Klassikers.