Amélie lebt in ihrer eigenen, fantastischen Welt. Als Mädchen wuchs sie, wohlbehütet und abgeschottet von der Umwelt, mit einem distanzierten Vater und einer hypernervösen Mutter auf. Nun arbeitet sie als Kellnerin in einem kleinen Café am Montmartre und entdeckt eines Tages, dass sie die Gabe hat, ihre Mitmenschen glücklich zu machen. Sie geht so in ihrer Aufgabe auf, dass sie beinahe auf ihr eigenes Glück vergisst und, als sie sich verliebt, einige Anläufe braucht, um den Angebeteten zu gewinnen...
Jean-Pierre Jeunet ist nach seinem Ausflug ins Hollywood-Kino (
Alien 4 - Die Wiedergeburt) wieder nach Frankreich zurückgekehrt und hat mit
Die fabelhafte Welt der Amélie seinen bisher persönlichsten Film gedreht.
Die fabelhafte Welt der Amélie besticht vor allem durch seinen Ideenreichtum, die rasante Inszenierung und nicht zuletzt durch seine Darsteller:
Die hinreißende
Audrey Tautou i s t Amélie, die schüchterne junge Frau mit den großen braunen Augen, die voller Naivität durchs Leben spaziert und dabei ihre Mitmenschen beglückt.
In einem stilisierten und sehr romantischen Paris spielt ihre Geschichte, die von skurillen Persönlichkeiten und originellen Ideen bevölkert ist. Das reicht vom suizidgefährdeten Goldfisch bis zum Kellersouffleur, der immer dann zur Stelle ist, wenn einem die passende, schlagfertige Antwort gerade nicht einfällt.
Der Film brach in Frankreich alle Zuschauerrekorde und machte Audrey Tautou, die bereits für ihre Rolle in
"Schöne Venus" mit dem César für die beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet wurde, über Nacht zum Star.
Fazit: ein Großstadtmärchen, das für eine bessere Welt plädiert und dessen liebenswerten Zauber man sich nur schwer entziehen kann.