"Warning! Warning! " Als die roten Notlichter schon die Katastrophe ankündigen, schreit der böse Schurke (immerhin mit der Stimme von
James Woods): "I know, but it has to be done! " Ein gutes Bild für diesen Film, der hauptsächlich zu existieren scheint, um Grafiknerds auch auf der Leinwand zu zeigen, was sie am Computer auch haben könnten: photorealistische Animationen. Unseligerweise muss dazu aber auch noch eine Handlung (Kampf gegen Ektoplasma-Außerirdische und Rettung der von Zerstörung bedrohten Welt, bevor ein mordlüsterner General alles hochgehen lässt) über die Runden gebracht werden, die ein uninspirierter Mischmasch aus anderen Filmen (die Macher von
"Aliens " könnten eventuell eine Klage erwägen) ist - und im Gegensatz zu Spielen, wo das aktive Eingreifen des Käufers über mangelnde Originalität hinweghilft, bleibt das hier so öde und leer wie in anderen Videospieladaptionen (etwa neulich
"Tomb Raider "). Das Gute an
Final Fantasy ist, dass es den Verpackungsschwindel des Blockbusterkinos (wenn man ausschließlich die Verpackung vermarktet, darf sich das Publikum auch nicht darüber beklagen, dass der Inhalt auf dem Niveau eines Fernsehquiz´ - welcher Film war da wo? - stattfindet) noch heftiger ausstellt als seine "realen " Vorgänger: hier ist endlich alles künstlich (und hübsch anzusehen, was wegen des Beharrens auf den Grafikschauwerten auch noch zu horrend langsamem Tempo führt), und eigentlich sind die recht emotionslosen CGI-Hüllen, denen renommierte Schauspieler die Stimmen leihen, gar nicht mehr soweit weg von den undankbaren Darstelleraufgaben in, sagen wir,
"Nur noch 60 Sekunden ".
Final Fantasy ist tatsächlich der Film, wo sich die Macher protzen, dass ein Großteil des Budgets für die Animation der Haare der Heldin draufging - etwas anderes wird man hier nicht bewundern können.