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Brendan trifft Trudy
Nette und sehr belanglose Komödie um einen kinosüchtigen Lehrer und eine Einbrecherin.


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Eine Kritik von Christoph Huber

Nach seinen Drehbüchern für Die Commitments, The Snapper und The Van gönnt sich Roddy Doyle hier etwas lustige Selbstbeweihräucherung: Sein alter ego ist Lehrer Brendan, der außer Film (Weihnachtsgeschenk für Mami: ein Truffaut-Buch) und Chorproben nicht viel im Leben wahrnimmt, bis er die forsche Trudy trifft. Die folgende Liebesgeschichte hat dann auch einen Haken: Weniger, dass Trudy spätnachts unter seltsamen Vorwänden das Haus verlässt (ist sie etwa die vermummte Amazone, die in einem persönlichen Rachefeldzug Männer kastriert?), sondern dass sie hinter der Vielzahl von Filmzitaten nur die zweite Geige spielt. Alles an Brendan trifft Trudy ist auf maximale Nettigkeit programmiert. Düstere Szenen wie der Beginn oder eine als Horrorhommage konzpierte Einstellung samt verkippter Kamera und wirbelnden Blättern entpuppen sich rasch als Parodien, eine Unzahl von Szenen in denen Brendan sich an Klassikern von African Queen bis Spiel mir das Lied vom Tod erfreut, erfüllen nur komische Wiedererkennbarkeitsfunktion: Ihr Zusammenhang mit dem Gefühlsleben des Filmnerds Brendan bleibt bloße Behauptung - wie unlängst die Musik in Stephen Frears Adaption von High Fidelity. Und so schreitet Brendan trifft Trudy recht weltfremd und einigermaßen unterhaltsam auf sein Ende zu, ohne so recht das Kino sein zu wollen, das seine Hauptfigur bewundert. Für einen netten Videoabend könnte es aber reichen.