Mühsames Historienkino um die Lebensgefährtin von James Joyce.
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Mutig wäre der Ansatz von Regisseurin Pat Murphy ja gewesen: Biographieklischees vermeiden und Herrn Joyce mit Ewan McGregor gleich ordentlich fehlbesetzen. Aber trotz detailliert gestalteter Bildwelten (vom noirischen Dublin ins sonnige Triest) erwachen die Charaktere nie zum Leben. Letztendlich begnügt sich Nora mit der üblichen Verfahrensweise von Künstlerbiographien: Kult ums (verkannte) Genie und die starke Frau an seiner Seite (nicht übel: Susan Lynch), die grundverschieden sind und von heftiger sexueller Leidenschaft zusammengehalten werden. Die wirkt angesichts des sonstigen, schwärfelligen Historienkinos aber auch nie lebendig, nur aufgesetzt.