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Ehemänner und Ehefrauen
Ein brüchiger Beziehungsreigen im Handkamerawirbel von und mit Woody Allen.


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Eine Kritik von Christoph Huber

Unter Allens "ernsthaften " Filmen (so man nicht die überragenden Manhattan und Annie Hall dazurechnen will), vermutlich der beste. Eine wieder einmal heftig bei Bergman geschulte Ehekrise treibt Allen und Farrow auseinander, während ein befreundetes Ehepaar, das dieselbe durch eine Trennung ausgelöst hat (Judy Davis und Sydney Pollack, beide sehr stark) wieder zusammenfindet. Die Ironie ist klar, aber die Gefühle und Charaktere scheinen bei aller typischen Allen-Inkonsequentialität echter und roher als sonst - deswegen entschied sich der Regisseur wohl auch in Prä-Dogma-Zeiten für die sprichwörtlich "realistische " Handkamera samt abrupten Reißschwenks, falschen Anschlüssen und ähnlichen Materialverechtern. Das ist natürlich Trickkram (obwohl es dem Film mehr Bodenständigkeit verleiht), aber ein Sittenbild neurotischer weißer Upper-Class-Ehepaare ist Allen trotzdem damit gelungen: Gefühlsflucht als chronische Endlosserie von Ersatzhandlungen.