Eine Übung in Melancholie von Rainer Werner Fassbinder.
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Nicht wirklich eine Handlung, mehr ein durchgängiges Gefühl kennzeichnet diese in wundervollem Schwarzweiß gehaltene, semitragische Arbeit von Rainer Werner Fassbinder, die die Verbindung zwischen seinen frühen, kalten Gangsterfilmen und seinen späteren, hysterischen Melodramen herstellt. Ein von der Polizei zu Entsorgungszwecken auf den Plan gerufener Killer wird zum Betrogenen, während rund um ihn die Filmzitate und die Verzweiflung übers Dasein ein existentialistisches Ballet beginnen. Die traurige Stimmung des Films, wird immer wieder von epochalen Grand-Guignol-Momenten durchbrechen: ein verzweifeltes Zimmermädchen ersticht sich und der Rest der Belegschaft geht achtlos an ihr vorbei, der einzigartige Kurt Raab haut vom Schmerz überwältigt einen dissonanten Akkord mit dem Kopf aufs Klavier, am Ende bleibt nur noch ein unendlich langer Totentanz in Zeitlupe.