Der perfekte Western: Howard Hawks Antwort auf Zwölf Uhr mittags: Mit John Wayne und Dean Martin.
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Stumm taumelt ein Trunkenbold zum Spucknapf, um einen Dollar herauszukratzen. Der wortlose Beginn von Rio Bravo, dem Film über eine Handvoll Professionals, die ein Gefängnis verteidigen, den Hawks angeblich drehte, weil er sich über den weinerlichen Gary Cooper in High Noon so ärgern musste, ist eines der schönsten Beispiele im Schaffen des quintessentiellen amerikanischen Regisseurs für seine Gabe, maximale Emotionen durch minimalen Aufwand hervorzurufen. Während draußen ununterbrochen eine mexikanische Todesmelodie schmettert, arbeiten drinnen die Männer, die wissen, was sie tun ganz gelassen an ihrer Aufgabe und helfen sich ihre Schwächen zu überwinden. John Wayne gibt dem ständig vom Entzug zitternden Dean Martin eine Zigarette, weil er sie nicht selbst drehen kann ( "With these hands? "), Blutstropfen fallen in ein Glas Bier und verraten lebenswichtige Information, Walter "Stumpy " Brennan handhabt comic relief und Dynamit gleichermaßen ausgelassen - und auch die resolute Angie Dickinson gibt Wayne jede smal mächtig Kontra. Da bleibt dann auch Zeit für ein wenig entspanntes Musizieren zwischendurch, bevor man in den Kampf auf Leben und Tod zieht: Der ist dann wie alles hier mit unvergleichlicher Eleganz und größtmöglicher Ökonomie in Szene gesetzt. Robin Wood "Wenn ich einen Film wählen müsste, der die Existenz Hollywoods rechtfertigt, dann wäre es Rio Bravo. "