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Rio Bravo
Der perfekte Western: Howard Hawks Antwort auf Zwlf Uhr mittags: Mit John Wayne und Dean Martin.


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Eine Kritik von Christoph Huber

Stumm taumelt ein Trunkenbold zum Spucknapf, um einen Dollar herauszukratzen. Der wortlose Beginn von Rio Bravo, dem Film ber eine Handvoll Professionals, die ein Gefngnis verteidigen, den Hawks angeblich drehte, weil er sich ber den weinerlichen Gary Cooper in High Noon so rgern musste, ist eines der schnsten Beispiele im Schaffen des quintessentiellen amerikanischen Regisseurs fr seine Gabe, maximale Emotionen durch minimalen Aufwand hervorzurufen. Whrend drauen ununterbrochen eine mexikanische Todesmelodie schmettert, arbeiten drinnen die Mnner, die wissen, was sie tun ganz gelassen an ihrer Aufgabe und helfen sich ihre Schwchen zu berwinden. John Wayne gibt dem stndig vom Entzug zitternden Dean Martin eine Zigarette, weil er sie nicht selbst drehen kann ( "With these hands? "), Blutstropfen fallen in ein Glas Bier und verraten lebenswichtige Information, Walter "Stumpy " Brennan handhabt comic relief und Dynamit gleichermaen ausgelassen - und auch die resolute Angie Dickinson gibt Wayne jede smal mchtig Kontra. Da bleibt dann auch Zeit fr ein wenig entspanntes Musizieren zwischendurch, bevor man in den Kampf auf Leben und Tod zieht: Der ist dann wie alles hier mit unvergleichlicher Eleganz und grtmglicher konomie in Szene gesetzt. Robin Wood "Wenn ich einen Film whlen msste, der die Existenz Hollywoods rechtfertigt, dann wre es Rio Bravo. "