Nacht Motiven einer Sherlock-Holmes-Erzählung baute
Lawrence Kasdana Sohn
Jake diese feine Variation aufs Detektivgenre, die alleine wegen ihres grundlegend andersartigen Tonfalls zu empfehlen ist. Bill Pullman in seiner bis dato besten Rolle gibt der Welt genialsten Detektiv Daryl Zero, dessen Brillanz umgekehrt proportional zu seiner sozialen Unfähigkeit ist. Also beschäftigt er einen Mittelsmann (
Ben Stiller), weil er seine Kunden nicht selbst sehen will und improvisiert lieber im Amphetamindauerrausch grottenschlechte Musik. Als ihn ein mehr als verdächtiger Auftraggeber (
Ryan O´Neal in seiner aufgeschwemmten
Shatner-Phase) auf die originell absolvierte Ermittlung nach einem verlorenen Schlüssel schickt, ist es nicht der dubiose Auftrag oder die nebenher erfolgende Aufzeichnung seiner einzigartigen Methode, die ihn schließlich zum ersten Mal an sich zweifeln lässt, sondern die Liebe, in die er stolpert. Kasdan baut seinen Film darum als labyrinthische und schwer unterhaltsame Abfolge der falschen Fährten, die es mit Deduktion zu besiegen gilt. Was angesichts der Emotion nicht immer hilft.