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Liebling, ich werde jünger
Anarchie und Verblödung: Eine der ganz großen amerikanischen Komödien.


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Eine Kritik von Christoph Huber

Am Anfang wird schon das Öffnen einer Tür zur Frage der geistigen Gesundheit. Dann glaubt der unsagbar bebrillte Cary Grant ein Verjüngungsserum erfunden zu haben und regrediert beim Test mit seiner Frau (Ginger Rogers) in zunehmend infantilere Stadien des Daseins, bis er als kriegsbemalter Indianer seinen Widersacher am Marterpfahl umtanzt. Eine schmuck- und atemlose Komödie, die ein grenzenlos düsteres Bild der Menschheit zeichnet: Der eskalierende Witz ist umgekehrt proportional zur Verblödung nicht nur der Testpersonen, der einzige Ausweg die Anarchie. Wahrhaft gnadenlos komisch und meisterlich interpretiert nicht nur vom allmächtigen Grant, Frau Rogers sowie dem keiner Peinlichkeit abholden Charles Coburn und einem schnuckeligen Pin-Up namens Marilyn Monroe, die hier ihre Großtaten in Blondinen bevorzugt vorahnen. Und natürlich einem Affen, der das ganze Theater als einzig zurechnungsfähiges Wesen des Films unwissentlich auslöst.