Der neue Disney-Zeichentrick: Eine rasante Komödie im Stil der Looney Tunes.
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Glück gehabt: Anstelle des geplanten Tränendrückers zu Sting-Songs, die The Emperor´s New Groove eigentlich hätte werden sollen, kam es aufgrund Probleme bei der Drehbuchentwicklung kurzerhand zu einer Neuausrichtung. Und so handelt es sich bei Mark Dindals flinker Komödie endlich wieder um klassische Slapstick-Animation in der Tradition von Bugs Bunny und Daffy Duck. Zwar lernt der verantwortungslose Kaiser Kuzco am Ende seine Lektion (Menschlichkeit=gut, Selbstsucht=Böse), aber die ist nebensächlich angesichts der rasenden, zweidimensionalen Surrealität der Ideen: Wenn es sentimental zu werden droht, hält der Erzähler Kuzco kurzerhand die Geschichte an, um sich ins Gedächtnis zu rufen, der Rest ist Vorwand für eine ununterbrochene Jagd zwischen ihm und dem Bauern Pacha sowie der spindeldürren Hexe Ycma und ihrem zum Schreien komischen Gehilfen Kronk, dessen Feuereifer im Befolgen böswilliger Befehle nur von seiner Unfähigkeit, dieselben auszuführen übertroffen wird. Stattdessen unterhält er sich lieber mit Eichhörnchen: "Squeak. Squeak. Squeakeetee-squaek. " Das gibt eine Idee von der ungebändigten Umnachtung, die hier regiert: Wie in den alten Cartoons ergeht man sich in der Metamorphose der gezeichneten Körper, nimmt unmögliche Abkürzungen und treibt sich in den geradezu klassisch explosiven Showdown, der auch als Short funktionieren würde: Der Kampf um eine Flasche Zaubertrank als wildgewordener Zeichentrickwahnsinn. Schwerste Empfehlung, besonders für Nicht-Kinder: Selbst die Musiknummer singt nicht der Regenwaldbarde, sondern der (Mars Attacks!) komödiengeschulte greaseball Tom Jones - eine runde Sache.