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Bats - Fliegende Teufel
Gruselfilm über genmanipulierte Killerfledermäuse.


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Eine Kritik von Markus Steiger

In einem kleinen Ort in Texas werden schrecklich verstümmelte Leichen gefunden. Man hat da so einen Verdacht und deshalb wird die Fledermausexpertin Dr. Sheila Casper (Dina Meyer) zu Rate gezogen. Gemeinsam mit ihrem Mitarbeiter Jimmy Sands (Leon) erforscht sie normalerweise Höhlen, in denen die scheuen und ungefährlichen Tierchen wohnen. Umso überraschter ist sie, als in den Leichen Zähne von eben diesen scheuen Höhlenbewohnern gefunden werden. Licht in die ganze Sache bringt der Forscher Dr. Alexander McCabe (Bob Gunton), der die Nachtlebewesen genetisch modifiziert hat, wodurch sie zu hyperintelligenten Jägern wurden, die nur eines im Kopf haben: Alles was kreucht und fleucht zu meucheln. So zieht Sheila mit dem hiesigen Sheriff Emmett Kimsey (Lou Diamond Philips) in den Kampf, um zu verhindern, dass die Fledermäuse ihre normalen Artgenossen mit dem Virus infizieren, welches intelligent und zugleich auch aggressiv macht.

Kritik
Nehmen wir mal das Lexikon der Tiere. Irgendwo aufschlagen. Mit dem Finger drauf. Nein. Cockerspaniel geht nicht. Noch mal. Ja, die Fledermaus. Die gab´s außer in Dracula noch in keinem Gruselfilm. Noch ein bisschen Genmanipulation und die kleinen Racker können richtig gefährlich werden. Ja, so machen wir´s. Jetzt brauchen wir nur noch einen untalentierten Regisseur, schlechte Creature Effects-Leute und einen Hauptdarsteller, der durch seine derzeitige mickrige Auslastung sogar in diesem Scheiß mitspielen würde. Fertig. Der originelle Titel Bats passt dann auch noch. Perfekt.

Ein Gruselfilm, der nie gruselig ist? Das glauben Sie nicht? Hier präsentiere ich Ihnen ein Beispiel. Da sterben Kinder in der dritten Welt, und dieses Projekt erhält für seine Realisation Geld. Und ich Idiot leihe mir diesen Film dann auch noch aus. Sehen Sie. Alles was mit diesem Film zu tun hat, ist nicht gerade mit Intelligenz gesegnet. Da klaffen Drehbuchlücken, dass eine ganze Elefantenherde nebeneinander durchstampfen könnte. Sheila und Emmett sitzen auf der Brücke und laufen dann plötzlich vor den Fledermäusen weg. Soviel zu einem Plan. Da gibt es Special-Effects, die so schlecht sind, dass Ed Wood vor Freude das Wasser in den Augen gestanden wäre. So lächerliche Viecher haben Sie schon lange nicht mehr gesehen. Und da spielen Schauspieler, denen man ansieht, dass sie selbst darüber bestürzt sind, so tief gesunken zu sein.

Louis Morneau, der Regisseur dieses Guanos, fristet sein Dasein mit der Produktion von Videothekenfilmen mit Weltstars wie Michael Dudikoff. Wenn man Bats sieht, wünscht man sich, dass es so etwas wie eine Regisseurslizenz gäbe, die entzogen werden kann.

Bob Gunton ist wenigstens gegen den Strich besetzt (für alle die es noch nicht merken, das ist ironisch gemeint) und Leon spielt den Assistenten, der seine coolen One-Liner ablässt so schlecht und aufgesetzt, dass man sich fragt, warum man nicht gleich einen Esel, oder noch besser, einen Stein für diese Rolle besetzt hat. Dina Meyer dürfte nach Starship Troopers auch besseres gewohnt sein und Lou Diamond Phillips tut mir richtig leid. Für alle jüngeren Leser. Der war mal richtig berühmt in den Achtzigern, aber jetzt will ihn keiner mehr haben. Ein Fall für "Wer will mich". Das trifft aber auch auf diesen Film zu.

Fazit: Sie müssen den Fehler nicht auch machen. Lassen Sie den Film in der Videothek einfach stehen.