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Ugetsu - Erzählungen unter dem Regenmond
Mizoguchis legendärstes Meisterstück - eine wunderschöne Geistergeschichte aus Japan.


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Eine Kritik von Christoph Huber

Ein Boot, das sich in einem unwirklichen Zwielicht aus Nebel und Wasser wie ein Geist zu manifestieren scheint, zwei Männer, die im Kriegstaumel des 16. Jahrhunderts von vergeblichem Ruhm und Reichtum träumen und ihre Frauen zurücklassen, nur um am Ende - weiser, reicher und doch ärmer - zu spät, zu früh zurückzukehren. Die ganze, glorreiche Vergeblichkeit des Seins in eineinhalb Stunden Film, unwirklich schön und perfekt wie die Visionen des Unterbewußten. Ugetsu Monogatari, einer der großen, unangreifbaren Meilensteine der Filmgeschichte gilt als Mizoguchis magnum opus - auch wenn ich hiermit ketzerisch kundtue, dass mir Loyal 47 Ronin, The und Life Of Oharu, The lieber sind, gibt es an dieser Einschätzung nichts zu meckern. Kaum ein Regisseur, der Mizoguchis Eleganz, distanzierter Humanität und verzweifelter Schönheit auch nur nahe käme, kaum ein Film, der eine Welt, fremd und prächtig und geheimnisvoll wie Mizoguchis versunkenes Japan, so zwingend imaginiert. Der Welt der Geisterfabeln und Legenden, von denen eine hier erzählt wird, ist dieser Film gewidmet und kein anderer hat es so sehr verdient. Godard: "Die Kunst Mizoguchis ist es zu beweisen, dass das wahre Leben zugleich hier und anderswo ist, in seiner seltsamen und leuchtenden Schönheit. "