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The Virgin Suicides
Suburbia-Mythologie als Tragikomödie: Sofia Coppolas bemerkenswertes Regiedebüt mit James Woods und Kathleen Turner.


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Eine Kritik von Christoph Huber

"Cecilia was the first to go ": Fünf Schulmädchen aus repressivem Haushalt (mutig hässlich: Kathleen Turner als bigotte Mutter, geistesabwesend: James Woods als abgenabelter Vater) begehen Anfang der 70er Selbstmord. The Virgin Suicides ist eine bewusst unverlässliche Chronik dieses Ereignisses, erzählt aus dem Blickwinkel der faszinierten Nachbarsjungen, die ihr Augenmerk vor allem auf den Schulschwarm Lux (Kirsten Dunst) gerichtet haben. Sofia Coppola gestaltet ihr Regiedebüt nicht linear, sondern als teils komisches, teils melancholisch-enigmatisches Puzzlespiel aus entscheidenden Momenten und verliert nie den Halt. Dem biederen Kunsthandwerk von American Beauty stellt sie in ihrer vergleichbar stilisierten, sonnenbeschienenen Welt vor allem dank einer sorgfältig arrangierten Tonspur (Soundtrack: Air) eine leidenschaftliche Unsicherheit gegenüber: diejenige einer Erinnerung, eines Traums, einer charmant-resignierten Chronik der Ängste und Träume des Erwachsenwerdens.