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Blade Runner
"Blade Runner" Deckard (Harrison Ford) auf der Jagd nach Androiden - der SF-Klassiker der 80er von Ridley Scott.


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Eine Kritik von Christoph Huber

Der entscheidende SF-Film der 80er floppte bei seinem Start sowohl an der Kassa wie auch bei der Kritik. Kein Wunder - die lose Adaption eines Romans von Meister Philip K. Dick (mit dem poetischen Titel Do Androids Dream Of Electric Sheep) verlagerte den Schwerpunkt weg von der damaligen Star Wars-Spektakelmanier in eine alptraumartige Vision des Jahres 2019, die sich mehr über Atmosphäre als über Handlung kommuniziert (und von dessen völlig neuartiger Bildwelt, die Effects-Experte Douglas Trumbull mitgestaltete, kaum ein urbaner SF-Film danach unbeeinflusst blieb). Die Geschichte folgt Deckard (Harrison Ford), der illegale Replikanten - Androiden, die von Menschen kaum zu unterscheiden sind - jagt. Das moralische Unterfutter der Erzählung baut auf dem Faktum, dass diese Maschinenwesen (Brion James, Sean Young, Daryl Hannah, Rutger Hauer und Joanna Cassidy) wesentlich menschlicher sind als der Held und die anderen Vertreter der humanen Rasse. Stilistisch bot die neuartige Verbindung von Hardboiled-Detektivromanen mit einem SF-Thriller eine einzigartige Mischung aus Grind und Glamour, die nicht nur die Reagan-Ära in Realität und fiktivem Selbstbild einfing wie kaum ein anderer Film der Ära zugleich eine traumgleiche Welt der lebenden Texturen, die seit Josef von SternbergJosef von Sternberg aus dem Kino verloren schien. Verspätet wurde Blade Runner dank dieser Qualitäten zum Kultklassiker - und Ridley Scott verfertigte (inklusive Material aus anderen Filmen) einen Director´s Cut, der die fließende Grenze zwischen Mensch und Maschine noch mehr betont, einiges vom voice-over weglässt und das Happy-End entfernt - ein unverzichtbarer Meilenstein ist der Film in jeder Version.