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Fletcher´s Visionen
Mel Gibson als durchgeknallter Verschwörungstheoretiker, der zufällig eine echte Konspiration aufdeckt.


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Eine Kritik von Christoph Huber

Jerry Fletcher (Mel Gibson), ein weiterer Taxi Driver am Rande der psychischen Instabilität, verbringt seine Freizeit damit, absolut unglaubwürdige Verschwörungstheorien zu verbreiten. Sehr zum Unwillen von Alice Sutton (Julia Roberts), die er immer wieder damit behelligt. Als er jedoch zufällig ins Schwarze trifft, beginnt eine gnadenlose Jagd auf die beiden. Richard Donners Großproduktion ist irgendwie der quietschvergnügte Ruin eines Independentskripts: Man sieht förmlich wie der leicht psychopathische Außenseiter dann aus Gründen der Hollywoodräson doch ein guter Kandidat für eine Liebesbeziehung mit Julia Roberts werden mußte. Trotzdem besticht Fletchers Visionen vor allem in der ersten Hälfte mit ein paar großartigen Sequenzen: Neben den prächtigen Credits sind dies vor allem die brillant beiläufig heruntergeratterten Monologe von Gibsons absolut hirnrissigen Wahngebilden sowie eine erstklassige Slapstickflucht im Rollstuhl. Je weiter der Film fortschreitet, werden die schönen Details leider zugunsten eines Durchschnittsthrillers zurückgedrängt, aber der Film kann zumindest sein Tempo, wenn auch nicht seinen Witz bis zum Ende durchhalten.