Jim Phelps IMF (Impossible Mission Force)-Team rund um Ethan Hunt (Tom Cruise) hat den Auftrag, in Prag den Verkauf einer Diskette mit den Codenamen der in Europa stationierten CIA Agenten zu verhindern. Doch alles läuft schief, die IMF-Agenten werden getötet, nur Ethan überlebt. Die Diskette verschwindet auch. Und zu allem Überfluss denkt die CIA, daß der einzige Überlebende, nämlich Hunt, ein Verräter sei.
Um die Anschuldigungen zu widerlegen, beschließt Hunt auf eigene Faust zu ermitteln. Bald findet er heraus, daß ein ominöser Syndikatsboss, von dem kein Geheimdienst der Welt näheres außer seinem Decknamen Max weiß, sich für die brisante CIA Liste interessiert. Ethan knüpft die nötigen Kontakte zu Max, stellt sich als käuflicher IMF Agent vor und schließt bald einen Deal mit ihm ab: Hunt besorgt die zweite Hälfte der CIA Liste, ohne die die erste nutzlos wäre, dafür arrangiert Max einen Treffen für Ethan mit den Verkäufer der ersten Liste, dem vermeintlichen Verräter in den Reihen der CIA.
Keine leichte Aufgabe, eine CIA Diskette zu stehlen. Ethan muß nach Langley, Virginia, wo er ins Hauptquartier der Central Intellingence Agency einbricht. Zwei ehemalige, in Ungnade gefallene CIA Mitarbeiter helfen ihm dabei: Der Einbruchsspezialist Franz Krieger (
Jean Réno) und der Computer Fachmann Luther Stickell (
Ving Rhames). Wie durch ein Wunder gelingt es, den CIA-Hauptcomputer anzuzapfen, die benötigten Daten zu stehlen und unbemerkt zu entkommen.
Die Übergabe der Diskette soll auf dem Zug von London nach Paris stattfinden. Und genau dort kommt es zum Showdown zwischen Ethan Hunt, Max, dem CIA und dem wahren Verräter.
Brian De Palmas Thriller hat im Grunde genommen kaum etwas mit der originalen Mission: Impossible-Serie aus den 60er Jahren zu tun. Was von damals übrigblieb, ist die legendäre Titelmusik
Lalo Schifrins, der Charakter des Jim Phelps, der allerdings - zum Ärgernis vieler Fans der TV Serie - einen ihm nicht würdigen Part in dem Film übernimmt. Erhalten blieb auch die berühmte "Maske runterreißen" Szene, die wir gleich am Anfang, noch vor dem Vorspann sehen können. Doch ehrlich gesagt, fiel dieser Sequenz eher peinlich aus, man hätte gern darauf verzichten können. Dafür begeistert die Szene im CIA Computer Raum umso mehr. 10 Minuten praktisch ohne Ton - zwar nichts wirklich neues, um Spannung zu erzeugen, doch für Mainstream-Filme doch ungewöhnlich. Besonders im Kino ist der Effekt praktisch fassbar und begeistert alle im Zuschauerraum.
Aber auch wenn der Film mit der Serie kaum was gemeinsam hat: Langweilen wird man sich sicherlich nicht. Die perfekt koordinierten und choreographierten Action Szenen beeindrucken alle Fans des Genres und das Drehbuch lässt doch einiges an Spannung aufkommen. Für viele Zuschauer waren die komplizierten Verwicklungen in dem Film nicht mehr ganz nachvollziehbar, so ließ sich
Billy Crystal bei der Oscar-Verleihung 1997 nicht entgehen, Tom Cruise den Ehren Oscar anzubieten, wenn er ihm endlich erklärt, worum es in Mission: Impossible eigentlich geht.
Der geplante Erfolg blieb nicht aus - wie hätte es auch ausbleiben können, bei so einem klingenden Titel und einer Starparade sondergleichen vor und hinter der Kamera? Die Produzenten Tom Cruise und
Paula Wagner - Cruises ehemalige Managerin - konnten neben Meisterregisseur Brian De Palma eine exquisite Prominenz auch vor der Kamera aufstellen.
Mission: Impossible brach jede Menge Kinorekorde, so spielte der Film an den erstens beiden Tagen so viel ein wie nie ein Film zuvor. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis das Sequel beschlossene Sache war.
M:I2 wird ab dem 7. Juli 2000 in den österreichischen Kinos anlaufen.