Vielleicht der beste Film im Schaffen der
Coen-Bros. Ein Gruppe Gangster will den Großindustriellen Lebowski erpressen, gerät aber an
"The Dude " Lebowski (zum Brüllen entspannt:
Jeff Bridges), Freizeitkiffer, White-Russian-Trinker und auch ansonsten Vertreter all der Eigenschaften, die man an Aussteigern so zu schätzen weiß. Die Invasion reißt unseren Helden allerdings aus der Lethargie ( "
You peed on my rug! ") und führt zu einer bewußt undurchschaubaren Serie von Verwicklungen mit jüdischen Vietnamveteranen (
John Goodman setzt Herz unter die Lächerlichkeit seiner Rolle), niederträchtigen Künstlerinnenparodien (
Julianne Moore), deutschen Anarchisten ( "
Nagelbrett! "),
Steve Buscemi-Verhöhnung ( "Shut up, Donny! ") und dem vermutlich großartigsten Gastauftritt der Filmgeschichte (
John "Jesus " Turturro! Gypsy Kings ! Ballablecken !). In der an die
Unübersichtlichkeit später
Chandler-Romane erinnernden Handlung gelingt es den Coen-Brüdern ihren inneren Zwang zu schlauen
Filmgeschichtsscherzen (Western!
Ben Gazzara als lustige Variation seiner Siebziger-Rollen! Musicals!) zum ersten Mal so in die Geschichte einzubauen, daß der Beigeschmack von hippem Mehr-Wissen sich nicht vor die Geschichte schiebt, sondern das schwer umnachtete Produkt geradezu selbstverständlich von einer genialen Dummheit in die nächste Taumeln läßt.
Ein Musterbeispiel postmodernen Filmemachens.