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Goodfellas
Epischer Gangsterfilm von Martin Scorsese: Ein Meisterwerk, ein Musikstück, eine mitreissende Genrerevision


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Eine Kritik von Christoph Huber

Einer der zentralen Filme der Neunziger (nämlich eigentlich die wahre Vorstudie zum Tarantino-Modell, dass in Gefolge von Pulp Fiction die Mittneunziger verseuchte): Gemeinsam mit Drehbuchautor Nicholas Pileggi schildert Martin Scorsese Aufstieg und Fall eines Gangsters (Ray Liotta) als eine wuchernde, energetische Ansammlung von Details, die auch die Geschichte Amerikas ist. Großes Schauspiel (Lorraine Bracco, Robert De Niro, Joe Pesci), endlose Parallelwelten in der Off-Erzählung, entfesselte Kamera (Michael Ballhaus): eine Enzyklopädie bester Szenen, konstruiert wie ein Musikstück, traumtänzerisch immer den richtigen Ton zwischen Komik, Gewalt und Schmerz findend, selbstreflexiv bis ins letzte Detail. "As long as I can think back, I wanted to be a gangster. " - schon der erste Satz des Films ist ein Bekenntnis gegen die reine, saubere Welt der Normen. GoodFelllas ist auch ein Film darüber, wie die Realität durch andere Filme verschoben wurde - aber im Gegensatz zur postmodernen Truppe um Spielberg kämpft seine Persönlichkeit dabei gegen Hollywood - für komplizierte Zusammenhänge und gegen die reine, saubere Einfachheit.