Geschickt verfertigter Tränendrücker von
Peter Weir: Die Geschichte vom Englischlehrer (
Robin Williams), der im repressiven Internat seinen Schülern (darunter
Ethan Hawke in einer frühen Rolle) die Botschaft von der individualistischen Selbstfindung bringt, läßt vom goldfarbenen Jubel zu Beethoven bis zur "zurückhaltenden " Belehrung (ein geflüstertes "Carpe Diem ") keine Chance aus, das Publikum auf die Seite des Guten, Wahren, Schönen zu ziehen. Manipulativ bis zum Gehtnichtmehr und vollgepfropft mit Sentimentalitäten ist das die Neuauflage klassischen Hollywoodkinos der Kategorie "besonders wertvoll " - Weirs Geschick beim unverhohlen marktschreierischen Umgang mit den altbackenen Themen läßt sich allerdings auch nicht leugnen.