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Indiana Jones I - Jäger des verlorenen Schatzes
Indy kämpft gegen die Nazis, auf der Suche nach der geheimnisvollen Bundeslade


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Kritik
Es gibt viele Filme, die so etwas wie eine Kultszene enthalten. Raiders of the lost ark (Originaltitel) dagegen besteht ausschließlich aus solchen. Die riesige Steinkugel, die Schlangengrube, der Kampf gegen den Nazi-Glatzkopf, die Lastwagenverfolgungsjagd, das Finale, in dem die Bösewichte förmlich zerrinnen, und schließlich die wohl berühmteste Szene, in der Indy in Kairo auf einen großen, wild mit dem Schwert fuchtelnden Kämpfer trifft, den er jedoch ohne viel Aufhebens sofort erschießt. Ursprünglich war hier auch ein Kampf geplant. Harrison Ford war während der Dreharbeiten jedoch von Krankheiten so geschwächt, dass Regisseur Steven Spielberg, der auch für die beiden Fortsetzungen zuständig war, entschied, sie so zu drehen.

Spielberg ist am besten, wenn er den Zuschauer einfach nur unterhalten will (Der Weiße Hai, Duell, Jurassic Park). Sobald er jedoch geschichtliche Aufklärung betreibt, gleitet er immer wieder in die typische Schwarz-Weiß-Malerei ab. Was in Filmen wie Indiana Jones (siehe nächster Absatz) erlaubt, ja sogar erwünscht ist, wirkt in historisch authentischen Werken eher fehl am Platz. Seine Charaktere sind entweder herzensgut oder diabolisch böse. Und jeder weiß, dass es das im wirklichen Leben nicht gibt.

In Raiders of the lost ark lässt er ein Actionfeuerwerk auf den Zuschauer los, das trotz des Nazi-Themas mit so viel Humor angereichert ist, dass man diesen Film einfach lieben muss. Die Charaktere sind herrlich überzeichnet (guter Ami, böser Deutscher, überheblicher Franzose) und der Zuseher freut sich fast schon kindlich, wenn Indy den Deutschen aus den scheinbar auswegslosesten Situationen immer wieder entkommt.

Harrison Ford scheint für Jones die Idealbesetzung zu sein. Sein verschmitztes Lausbubenlächeln und seine Coolness sogar in den haarigsten Szenen lassen keinen anderen für diese Rolle in Frage kommen. Wenn man bedenkt, dass für diesen Part eigentlich Tom Selleck die erste Wahl gewesen ist, und Ford die Rolle nur bekam, weil Selleck den Verpflichtung für die Serie Magnum nachkommen musste... Für diesen Schwank des Schicksals schicken wir ein kurzes Dankesgebet an den lieben Gott.

Jäger des verlorenen Schatzes löste in den folgenden Jahren einen wahren Boom dieses Genres aus, der einen schlechten Abklatsch nach dem anderen hervorbrachte (Quatermain). Die einzigen zwei positiven Ausnahmen sind die beiden Fortsetzungen, Indiana Jones und der Tempel des Todes und Indiana Jones und der letzte Kreuzzug, die das hohe Niveau des Originals locker halten konnten.

Kult ist ebenso die Filmmusik von John Williams. "Tatarata tatara,....". Auch wer diesen Film noch nie gesehen hat, kennt diesen unverwechselbaren Score, der in Sachen Bekanntheitsgrad der Bond-Melodie um nichts nachsteht.

Jäger des verlorenen Schatzes verdient deshalb den allesfilm-Award, weil er in Sachen Humor, Timing und Action eine Perfektion an den Tag legt, die heute noch für viele Regisseure ein Vorbild sein sollte

Deshalb: Anschauen, oder keine Ahnung haben. Suchen Sie sich´s aus !

Amerika 1939:
Der scheinbar biedere und schüchterne Dr. Jones (Harrison Ford) lehrt Archäologie an der Universität. Doch er führt eine Art Doppelleben, denn sein größtes Hobby ist es, sich als Indiana Jones (Indiana hieß sein Hund, als er noch jung war - siehe Teil III) mit Hut, Peitsche und Lederjacke auf die Suche nach mythologischen Schätzen zu begeben.
Eines Tages erscheinen auf der Uni zwei Herren vom amerikanischen Verteidigungsministerium. Sie benötigen den Rat des berühmten Archäologen und Okkultismus-Experten Dr. Jones. Die Deutschen haben nämlich in der Nähe von Kairo die Stadt Tanis entdeckt, wo die Tausende von Jahren alte Bundeslade versteckt sein soll. Die Bundeslade ist eine goldene Kiste, in der die originalen 10 Gebote aufbewahrt sind. Jede Armee, die diese Lade vor sich herträgt, scheint unbesiegbar. Dies ist zwar nur Mythologie, jedoch erteilen die Herren von der Abwehr Indiana trotzdem den Auftrag, die Bundeslade vor den Nazis zu finden. Somit beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn Hitlers Schergen haben ebenfalls einen Archäologen angeheuert, um schneller an ihr Ziel zu kommen.
Eine Kritik von Markus Steiger