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Die Durch die Hölle gehen
Zwiespältiger, aber mitreissender Vietnamfilm von Michael Cimino.


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Eine Kritik von Christoph Huber

Bevor Michael Cimino mit dem noch epischeren Heaven´s Gate ein ganzes Studio in den Ruin trieb, feierte er seinen größten Erfolg mit dieser überbordenden Vietnamaufarbeitung, die nach wie vor heftig umstritten ist. Über eine Stunde Zeit nimmt sich der Regisseur, um das Milieu der Stahlarbeiter zu schildern, bevor sie nach Vietnam eingezogen werden. Im Dschungelkrieg (der die Vietnamesen zugunsten seiner Helden in pure Bösartigkeit reduziert) kommt es dann nicht nur zur umfehdeten Russisches-Roulette-Szene, ein Traumensemble (Robert De Niro, der viel zu früh verstorbene John Cazale und natürlich Christopher "Gott " Walken) setzt Höhepunkte physischen 70er-Schauspiels und das Ende ist so zwiespältig wie der Rest: ein Häuflein abgehalfterter Veterenen singt "God Bless America " und weder Triumph noch Distanz wollen sich so recht einstellen - typisch für die ideologischen Kämpfe, die stets unaufgelöst durch Ciminos Filme toben.