Ein schwer unterschätztes Meisterwerk der Siebziger Jahre. Ein mexikanischer Ranchero will den Kopf des Mannes, der seine Tochter schwängerte. Der heruntergekommene Barpianist Bennie (
Warren Oates) wittert die letzte Chance, sein verkorkstes Leben aufzubessern (und ist doch nur für einen Hungerlohn engagiert). Vor dem prächtigen visuellen Hintergrund eines überreifen Mexikos legt
Peckinpah diesen Film als düstere Geschichte enttäuschter Hoffnungen an. Eine wildgewordene
Hamlet-Parodie (Oates spricht mit dem von Fliegen umsurrten Kopf im Auto), eine melancholische
Liebesgeschichte (eine für
Peckinpah untypische starke Frauenrolle:
Isela Vega) und eine finstere Parabel aufs Filmemachen (die Drahtzieher sind Businessmen, deren gepflegte Anzüge und bewachte Büros nicht zufällig an Hollywoodproduzenzen erinnern) kulminieren als actiongetarnte Rückschau aufs eigene Schaffen. Peckinpah inszeniert eine lyrische erste Hälfte voller Hoffnung und einen Tanz im Kugelhagel als unvermeidliches Schicksal,
Warren Oates rücksichtslos ehrliche Darstellung eines Verlierers (eine der besten aller Zeiten) verleiht diesem frenetischen Abgesang zusätzliche Wucht.