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Einer flog über das Kuckucksnest
Jack Nicholson rebelliert in der Irrenanstalt - Oscarüberschüttetes Drama von Milos Forman.


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Eine Kritik von Christoph Huber

Nach Ken Keseys Kultroman verfertigte Milos Forman die Story vom Rebell Mc Murphy (Jack Nicholson bereits im Vollbesitz seiner flamboyanten Charakterticks), der in der Irrenanstalt anhand der bösen Schwester Ratched (Louise Fletcher) seine Nemesis findet. Mitreissend auf maximalen Emotionseffekt hin inszeniert, macht es sich Einer flog übers Kuckucksnest aber auch leicht in seiner Schwarzweissmalerei (und enttäuscht damit sowohl Fans des Buches als auch von Formans wesentlich komplexerem tschechischen Frühwerk): Guter Individualismus, böses System. Kein wichtiger Film, wie oft behauptet, aber ein sehr unterhaltsamer. Neben den in Prachtrollen die Leinwand und Aussage auffressenden Hauptdarstellern sieht man unter anderem schöne Nebenrollen von Brad Dourif (schon damals als Nervenbündel), Christopher Lloyd, Danny De Vito und Will Sampson in einer der meistzitierten Szenen in der Simpsons-Geschichte.